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Im Jahr 1846 wurde in Reichenbach, Kreis Kaiserslautern, die Gerberei gegründet. Aus Platzgründen erwarb Richard Göttel bereits 1932 eine ehemalige Mühle - das heutige Betriebsgelände in der Katzenbacher Straße in Niedermohr. Die Kriegs- und die Nachkriegsereignisse (hohe Abgaben an Leder an die französische Besatzungsmacht) hat die Gerberei gut überstanden. 1973 verstarb Richard Göttel und der Sohn Hans Göttel übernahm vier Jahre später in der 5. Generation den Betrieb in Alleinverantwortung.
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Um jeweils auf den neusten Stand zu sein, wurde der Betrieb bereits mehrmals renoviert und modernisiert. Ein besonderer Schwerpunkt lag dabei beim Umweltschutz. So werden z.B. die Abwässer aus der Gerberei und der Wasserwerkstatt getrennt gesammelt. Eine moderne Abwasseraufbereitungsanlage, die den strengen gesetzlichen Bestimmungen entspricht, wurde installiert. Durch eine neue Heiztechnik wird die Abgasbelastung die beim Verbrennen der Gerbrinde und der Holzschnitzel entsteht auf ein Minimum reduziert. Die Dampfkesselanlage wurde modernisiert. Bereits seit 1973 wird zur Stromgewinnung Wasserkraft genutzt. Vor 7 Jahren wurde diese Anlage voll automatisiert und gibt heute umweltfreundlichen Strom an das örtliche Stromnetz ab.
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Die umweltfreundliche Herstellung beeinflusst in keiner Weise den obersten Grundsatz der Gerberei - dem Kunden dauerhaft beste Qualität zu liefern. Während der Gerbdauer von 12-18 Monaten "reift" beste Rohware in der Grube zu einem hochwertigen, altgegerbten Leder heran. Die natürlichen Materialien wie Eichen-, Fichtenrinde und Valonea werden dabei von Hand schichtweise im Wechsel mit der Lederhaut in die Grube eingebracht und anschließend Gerbbrühe eingepumpt.
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Neben altgegerbten Croupons produziert das Gründungsmitglied des Altgerber-Verbandes eine ganze Palette von altgegerbten Sohlen für die gehobene Schuhreparatur, als auch hochwertige Kuhhälse in allen Stärken für den anspruchsvollen Orthopädie-Schuhtechniker. Die Produkte finden überwiegend über den etablierten Fachhandel den Weg zum Verarbeiter, nur ein geringer Teil wird selbst vermarktet.
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Hans Göttel ist am 17.2.2000 unerwartet verstorben. Der Betrieb wird im Sinne des Verstorbenen durch dessen langjährigen Mitarbeiter Herrn Gerbermeister Laszlo Csendes weitergeführt.
Seit 2004 wurde ein Teil der Produktion auf die Gerbung von Dekorationsfelle umgestellt.